Mai 2019: Die Waldgarten-Gruppe trifft sich

Im Februar 2019 haben wir eine Planungsgruppe ins Leben gerufen, die die Machbarkeit eines Waldgartens für unsere Gemeinschaft abklären soll. Aktuell geht es viel um Fördermöglichkeiten und Regelungen. Trocken – aber vielversprechend.

So, oder so ähnlich, sind unsere Vorstellungen:

Wir wandeln unseren Acker in einen Waldgarten um.
Dafür pflanzen wir gezielt Hecken und fügen Hügel und Senken ein, um ein positives Mikroklima zu erreichen und die Artenvielfalt zu fördern. Eine harmonische Gestaltung der Gesamtfläche und einzelne Rückzugsorte, wie ein Teich oder eine versteckte Lichtung, bieten dem Menschen Erholung und stärken das Beziehungsgeflecht Natur. Ein Lehrpfad mit Informationsschildern macht viele Zusammenhänge und Symbiosen im großen Spiel des Lebens deutlich. Wir setzen auf mehrjährige Pflanzen als Nahrungsgrundlage, insbesondere Nüsse, und entwickeln eine Tierhaltung, die mit der neugestalteten Landschaft eine Symbiose eingeht. An besonders günstigen Zonen betreiben wir einen kleinteiligen Acker- und Gemüsebau. Durch einen zyklischen Rückschnitt der Hecken gewinnen wir Holz, um unseren Energiebedarf zu decken und fördern gleichzeitig eine besonders artenreiche Hecke.
Wir verstehen unser Modell der Landnutzung als Alternative zur industriellen Landwirtschaft, das Böden auf-, statt abbaut, das die Resilienz einer Region steigert und globale Risiken minimiert, das ein wirksames Mittel ist gegen das Artensterben, den Klimawandel, gegen Bodenerosion und Überdüngung und Entfremdung von Mensch und Natur. Polykultur statt Monokultur.
Mit diesem Projekt setzen wir uns aktiv und konkret für die Heilung unseres Planeten ein. Wahre Heilung bezieht sich auf alle Mitspieler des Systems und wird erst dann nachhaltig und effektiv, wenn diese in Harmonie leben und sich ihrer bewusst sind. Lange Zeit versuchte die Menschheit, unabhängig von der Natur zu werden, bis wir erkannt haben: Wir sind Natur, und im Moment zerstören wir uns in rasendem Tempo selbst.

Wenn ihr gute Informationen für uns habt und uns unterstützen möchtet, setzt euch doch bitte mit uns in Verbindung.

Frühjahr 2019: Wir verwandeln unseren Garten in ein Blütenmeer und säen dafür ca. 200m² Blühflächen ein.
Wir möchten die lokale Insektenwelt unterstützen, aber auch für unsere Bienen eine Trachtverbesserung bewirken. Und es sieht bestimmt toll aus.
Anfang des Jahres sind wir auf die Initiative „BienenBlütenReich“ des Netzwerks Blühende Landschaften aufmerksam geworden. Dort konnten wir uns als Projektpartner bewerben und säen nun Flächen ein, für die (im Rahmen des NBL) sogenannte Blühpatenschaften übernommen werden können. Das Saatgut wird vom NBL finanziert und wir bekamen Hilfe bei der Auswahl der Blühmischungen.
Als Flächen haben wir uns die kleinteiligen Flächen der Hofmitte vorgenommen, den stark vermoosten Vorgarten, eine sonnige Fläche neben dem Wäschepavillon und einen Streifen bei den Gewächshäusern. Insgesamt konnten wir so mehr als 200m² herzaubern.
Die Bodenvorbereitungen gingen leider nicht durch Zauberei, sondern durch viel viel Handarbeit.
Das dreimonatige Mulchen mit Folie hatte leider nicht den erhofften Effekt der Bodenlockerung. Am besten ist das Gras unter den Flächen mit Pappe+Häcksel-Mulch verrottet.
In einer ausdauernden Gemeinschaftsaktion konnten wir die Flächen dann vorbereiten: Grassoden und Moos mit der Radhacke abschneiden. Dann alles von Hand raus sammeln und Erde abklopfen. Die gesammelten Grassoden ergaben einen großen Komposthaufen mit  locker 7m³. Im nächsten Schritt verteilten wir viel gekauften Sand, um die Flächen abzumagern. Außerdem konnten wir einen großen Haufen sandigen Baustellenaushub unterbringen. Wir hatten viel Spaß beim Kalken der Flächen mit dem Gardena Düngestreuer.
Vor der Aussaat wird die Fläche noch 1-2mal gehackt, damit Unkrautsamen auflaufen.

Fiep – Fiep – Fiep... Eulenfamilie

Ende April 2019 ist eine Waldohr - Eulenfamilie bei uns in der Douglasie vor dem Haus eingezogen. Die 5 jungen Ästlinge hüpfen und klettern und mittlerweile fliegen sie sogar von Dach zu Baum. In der Dämmerung ab 21.19 Uhr können wir sie für einige Minuten beobachten bis es zu dunkel wird. Zwischendurch wird das Fiepen durch ein Hahaha unterbrochen. Sind das die Eltern oder eine andere Eulenart?
Wir freuen uns alle sehr, dass sich die Eulen bei uns so wohl fühlen.

Nach längeren Aufenthalten auf dem Friedenshof ist in mir der Wunsch entstanden, mich in der Nähe des Friedenshofes niederzulassen. In lockerer Anbindung möchte ich hier und da am Gemeinschaftsleben teilhaben und dabei auch den Friedenshof unterstützen. Ich weiß, dass andere ähnliche Ideen in sich bewegen und möchte mit ihnen gemeinsam weiterspinnen. Ich stelle mir ein Haus mit Garten in Niedernstöcken vor, in dem wir als WG oder in kleinen Wohnungen leben. Wir könnten es mieten oder ggf. kaufen.

April 2018: Unsere ersten Bienenvölker ziehen auf den Friedenshof. 

Die Bäume rund ums Haus haben schon darauf gewartet und stehen in voller Blüte:

 

Und bereits 6 Wochen später können wir den ersten eigenen Honig ernten.

 

Es ist faszinierend, diese Tiere zu beobachten - und wir können aus ihrem unglaublich weisheitsvollen Zusammenspiel vielleicht noch einiges zum Leben in Gemeinschaft lernen.... ;-)

 

Unterkategorien