Workshop – Wehrhaft ohne Waffen

Zeit: Sonntag, 20.11.22, 15.30 bis 18.00 Uhr.

Wie Menschen und Staaten sich gewaltfrei durch zivilen Widerstand verteidigen können

Fast drei Jahrzehnte fühlten wir uns in Deutschland „von Freunden umzingelt“, der Angriff einer feindlichen Macht auf das eigene Land war kaum vorstellbar. Seit dem 24.2.2022 hat sich das für viele Menschen geändert. Bei Umfragen unterstützt eine große Mehrheit den Plan der Regierung, 100 Milliarden zusätzlich für die Bundeswehr auszugeben und erhofft sich davon ein Mehr an Sicherheit. Aber ist diese Hoffnung berechtigt? Müssen wir nicht vielmehr fürchten, dass die in einem modernen Krieg eingesetzten Waffen mit ihrer unvorstellbaren Vernichtungskraft all das zerstören, was wir schützen wollen? Es war ein englischer Marineoffizier, der in den 50er Jahren angesichts der Atombombe jede militärische Verteidigung für unmöglich erklärte, und die Abwehr eines potentiellen Feindes durch zivilen Widerstand empfahl. Die Bilder von Mariupol und vergleichbaren  Orten stellen uns erneut vor die Frage, ob wir nicht allein durch eine nicht-militärischen Verteidigung das erhalten können, wofür zu kämpfen wir bereit sind.
Das Konzept der „Sozialen Verteidigung“ konkretisiert eine solche Perspektive. Sie wird in unserem Workshop gemeinsam mit den Teilnehmer*innen entwickelt und diskutiert.
Tobias Pastoors, Journalist aus Köln und Mitglied der Initiative „Soziale Verteidigung voranbringen“, leitet den Workshop.

 

 

 

Additional information